Wir präsentieren: Ambiguity, eine Schriftfamilie in fünf Schriftschnitten

Ambiguity ist eine Schriftfamilie, die fünf ganz verschiedene Persönlichkeiten bzw. Schnitte mitbringt, um Designer und Marken aus ihrer Komfortzone zu locken. Sie ist gleichermaßen traditionell wie radikal und ebenso großzügig wie sparsam und stellt unsere bisherigen Ansichten über das Zusammenspiel von Stil und Bedeutung infrage.

Ambiguity war zunächst nur ein Gedankenexperiment«, erzählt Charles Nix, der 2016 die ersten Ideen für das Design entwickelte, nachdem er einen inspirierenden Vortrag von Paola Antonelli in Toronto gehört hatte. Antonelli, Chefkuratorin für Architektur und Design am MoMA, stellte die These auf, dass eine Utopie in greifbare Nähe rücken könne, wenn man Mehrdeutigkeit, Fluidität und Wandel als perfekte Zustände akzeptiere. »Sie hat ihre Aussage mit einigen Arbeiten untermauert, die die Grenzen zwischen Design und Wissenschaft, zwischen Mensch und Maschine, zwischen Technologie und Natur und auch zwischen den Geschlechtern bewusst verschwimmen lassen«, so Nix. »Die Herausforderungen und Perspektiven im Zusammenhang mit einer Neugestaltung unserer Welt, die wir durch Veränderung unseres Bezugssystems erreichen können, haben mich fasziniert. So etwas hat großen Einfluss auf die Entwicklung von Designs.


Nix spielte also mit den Proportionen der Buchstabenformen. Ganz bewusst kehrte er traditionelle Proportionen um oder kombinierte sie auf völlig neue Weise, um sich selbst und seine eigenen Vorlieben immer wieder herauszufordern. Im Rahmen der Experimente entstanden schließlich fünf verschiedene Schnitte der Ambiguity: Tradition, Radical, Thrift, Generous und Normate. Die Schriftfamilie bietet diverse Interaktionsmöglichkeiten zwischen typografischer Form und Inhalten.

Tradition ist die konservative Variante mit vertrauten Buchstabenformen. Radical wirft alle bekannten Vorstellungen von Proportionen über Bord und macht schmale Buchstaben breit und breite Buchstaben schmal. "Das ist gegen jede Norm", sagt Nix. Thrift verwendet die schlanken Formen aus Tradition und Radical, während Generous sich auf die ausladenden Formen konzentriert. Normate bildet die goldene Mitte und vereint alle anderen Schnitte in sich.


"Die Variante Tradition hat etwas sehr Beruhigendes an sich", so Nix. "Es steckt ein gewisser Konservatismus dahinter. Wir empfinden die Optik als angenehm, weil wir diese Proportionen so erwarten. Thrift ist die richtige Wahl, wenn der Platz knapp ist – beispielsweise in riesigen Headlines mit großen Wörtern oder auch bei Texten für kleine Displays. Generous dagegen hat eine großzügige, luxuriöse Anmutung. Man könnte meinen, dass Radical nur in völlig unkonventionellen Kontexten eingesetzt werden kann, doch gerade in einem klassischen Umfeld hat die Schrift eine aufrüttelnde Wirkung."

Mit Ambiguity starten wir eine Art Testballon. Designer verbringen manchmal Stunden damit, eine Schrift zu finden, die nur eine dieser Stimmungen vermittelt. Ambiguity vereint fünf verschiedene Persönlichkeiten, Ideen, Vorstellungen – die sich alle problemlos kombinieren lassen.

Entdecken Sie Ambiguity

Ambiguity ist in der Monotype Enterprise Fonts Lösung enthalten.