Type Mixtape: Paula Scher.

Paula Scher

Paula Scher hat in den letzten vier Jahrzehnten Regeln im Grafikdesign aufgestellt – und gebrochen. Sie hat mit einigen der einflussreichsten Unternehmen der Welt zusammengearbeitet, darunter Windows, Bloomberg und Coca Cola, und gleichzeitig eine bedeutende Rolle in der Musikbranche gespielt. Für Monotypes Recorder-Magazin blickt sie auf typografische Lieblingsprojekte zurück.

Scher ist bekannt für ihren illustrativen Gebrauch von Schriften. Sie hat zahlreiche Auszeichnungen in der Designbranche erhalten, unterrichtete unzählige wissbegierige Studenten an einigen der renommiertesten Designschulen der Welt und war der erste weibliche Principal bei Pentagram, wo sie seit 1991 arbeitet. 

Der visuellen Kommunikation von börsennotierten Unternehmen wie Citibank, Coca Cola und Bausch + Lomb verlieh Sher das gewisse Etwas. Bekannt wurde sie jedoch vor allem für ihre Arbeit in der Kunstbranche. Ihre Kunden im kulturellen Bereich lesen sich wie das Who’s who der amerikanischen Theater- und Kunstszene. Dazu gehören u. a. das Museum of Modern Art, das New York Ballet, die Metropolitan Opera und die New York Philharmonic.

National Theatre

National Theatre poster, 2013.

„Diese Version des Posters vermittelt am besten den Geist des Musicals und ist sinnbildlich für meine Arbeit für das Public Theater in den 1990er-Jahren. Es kommt American Wood Type von Morgan Foundry zum Einsatz.“

Die Poster Bring In Da Noise, Bring In Da Funk sind Teil der Sammlung des MoMA und wurden 1995 für eine ursprüngliche Off-Broadway-Produktion entworfen. Sie gehören zu den bekanntesten Arbeiten der Designerin, besonders wegen der „lauten“ Typografie.

Bloomberg Signage

Bloomberg Signage, environmental graphics and media installations, 2005

„Meine Lieblingsschilder für Theater, bei denen eine speziell für das Quad Cinema entwickelte Schrift verwendet wird.“

Zur Feier der Neueröffnung des New Yorker Quad Cinema schuf Scher ein in den Worten von AdWeek „nüchternes, modernes Logo“ sowie Schilder, Grafiken und Installationen, die alle von der visuellen Sprache des Kinos beeinflusst sind.

Bring In Da Noise

Bring In Da Noise, Bring in Da Funk poster for The Public Theater, 1995.

 

„Das Poster von 2016 für das Public Theater setzt die Serie von Designs auf Grundlage von Wood Type fort (Knockout).“

Scher entwarf das Poster 2016 als Teil von New Yorks Shakespeare in the Park-Vorführungen, die vom Public Theater organisiert werden. Die Designerin entwirft seit 1994 Poster für die Veranstaltungsreihe

 

Quad Cinema

Quad Cinema identity, 2017.

Rockaway Wide wurde für die Strandpromenade entwickelt und verfügt über die größte Pixelgröße in der Geschichte der Schrift.“

Für die Strände New Yorks entwickelte Scher ein Hybridsystem für prominente Orte und Schilder sowie riesige Promenadengrafiken mit über 15 Meter großen Buchstaben, die den Schriftzug „Rockaway“ bilden und nur vom Flugzeug aus vollständig gelesen werden können.

War/Love Poster

War/Love Poster, The Public Theater 2016-17 season campaign, 2016.

Das Rebranding von The New School aus dem Jahr 2015 durch Pentagram fußte auf einer algorithmisch erzeugten Schrift, die laut Fast Co Design eine „riesige Zahl von möglichen Kombinationen“ bietet.

Rockaway Beach

Rockaway Beach/NYC Beaches environmental graphics, 2001.

“Created for the boardwalk, Rockaway Wide is the largest pixel in the history of type.”

Tackling New York’s beachfronts, Scher created a hybrid landmark and sign system, as well as giant boardwalk graphics with 50-foot tall letters spelling out Rockaway – only seen in full by jets flying overhead.

The New School identity, 2015

The New School identity, 2015.

Das Rebranding von The New School aus dem Jahr 2015 durch Pentagram fußte auf einer algorithmisch erzeugten Schrift, die laut Fast Co Design eine „riesige Zahl von möglichen Kombinationen“ bietet.

cher setzte 2001 riesige Schriftzüge für die Außenwände des New Jersey Performing Arts Center ein.

New Jersey Performing Arts Center

New Jersey Performing Arts Center Umwelt-Grafiken, 2001.

„Der beste Einsatz von Typografie auf Lüftungsrohren. Die Schrift ist Agency Gothic.“

Schers typografisches Poster, das Teil einer Ausstellung zum 100. Todestag des französischen Künstlers war, bietet eine neue Interpretation der bekannten Cancan-Tänzerin Jane Avril von Toulouse-Lautrec.

Plakatausstellung zum 100. Geburtstag von Henri de Toulouse

Posterausstellung zum 100. Todestag von Henri de Toulouse-Lautrec, 2001.

„Die Schrift Avril wurde aus der Miehle entwickelt.“

Auf der TYPO-Konferenz 2012 in London erregte Paula Schers Talk über das Thema Breakthroughs, Successes and Failures großes Aufsehen. Zum Video (E) …

Mehr über die fünfte Ausgabe von The Recorder mit Paula Schers MixtapeZum Shop (E) …