Marketing mit Virtual Reality: So nutzen Marken das starke Tool

Im Marketing findet zurzeit eine echte Revolution statt. 360-Grad-Videos und Virtual Reality stehen im Zentrum dieser Entwicklung. Mike Turino ist Leiter für Kooperationen bei YouVisit, einem preisgekrönten Dienstleister für Immersion, und erklärt, wie wir VR-Erlebnisse schaffen, die für Engagement sorgen und Kunden gewinnen.  

Die Leute haben Lust auf Virtual Reality und das geht weit über Gaming hinaus. Jahrelang wurde VR mit Gaming verbunden und als eine Technologie angesehen, die hauptsächlich von jungen Männern genutzt wird. Doch die Technik entwickelte sich weiter, die Menge an Content wuchs und VR wurde zu einem dynamischen Erlebnis für jeden, egal welchen Alters oder Geschlechts. Heute kann man sich virtuelle Inhalte auf dem Computer oder Smartphone genauso leicht anschauen wie mit der VR-Brille.

Dadurch sind die Inhalte für jeden zugänglich, ganz unabhängig vom Wachstum des Markts für VR-Brillen. Neben der massiven Reichweite und der starken Beliebtheit ist ein weiterer Vorteil von VR, dass Marken tolle Erlebnisse kreieren können, die dasselbe kosten wie lineare Standardvideos. VR hält die Aufmerksamkeit der Verbraucher jedoch vier Mal länger. Die von YouVisit kreierten Erlebnisse werden von Nutzern durchschnittlich zehn Minuten lang betrachtet. Das beweist: Auch wenn die Aufmerksamkeitsdauer heute generell sinkt, hat VR die Kraft, die Nutzer zu fesseln.

Vermittlung von Raum, Orten und sogar Kultur

Durch VR können Nutzer Raum und Umgebung erfahren. Corporate Recruiting in Unternehmen ist daher ein großer Markt. YouVisit hat mit Fortune-100-Unternehmen wie PricewaterhouseCoopers, Accenture, Pilot Flying J und sogar der United States Army zusammengearbeitet, nicht nur um Nutzern eine bestimmte Umgebung näherzubringen, sondern auch einen Einblick in die entsprechende Kultur und den Alltag zu geben. Durch VR kann der Nutzer sich an einen anderen Ort beamen, eine emotionale Verbindung zur Marke aufbauen und einen sehr viel tiefer gehenden und authentischen Eindruck der Kultur und Umgebung erhalten.

Die fünf Grundsätze starker VR

  1. 1.

    Geben Sie dem Kunden die Kontrolle.

    VR-Erlebnisse von Marken sollten interaktiver sein als 360-Grad-Videos. Deren einzige Action ist, dass der Nutzer sich umsehen kann. Je interaktiver das Erlebnis, desto engagierter ist der Zuschauer und desto länger bleibt er dabei. Wenn nicht die Marke, sondern der Nutzer das Erlebnis steuert, übernimmt er die die Kontrolle. So sollte es sein, wenn Marken VR anwenden und bei ihrer Zielgruppe ankommen wollen. Bei einem autoritären Top-down-Ansatz, bei dem das Publikum nur zuhören und zuschauen kann, wird der Nutzer keine Bindung zur Marke aufbauen – schon gar nicht langfristig. Sobald der Nutzer die VR-Brille abnimmt, lässt ihn das zehnminütige Erlebnis nicht mehr los. Dadurch nimmt die Markenaffinität stark zu.

  2. 2.

    Vermitteln Sie Markenpersönlichkeit.

    Im traditionellen E-Commerce-Umfeld lässt sich Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung nur mit Aufzählungen versehenen, zweidimensionalen Fotos beschreiben. Das macht es schwer, eine tiefere Markenpersönlichkeit zu vermitteln. In VR bieten Sie dem Konsumenten Zugang zu einem hochwertig designten, gebrandeten Umfeld, imitieren ein Showroom-Erlebnis und können überraschen und begeistern.

  3. 3.

    Lassen Sie das Design die Geschichte erzählen.

    Wie bei jedem visuellen Medium ist Liebe zum Detail extrem wichtig. Während Hintergrundbilder in VR für die Bühne sorgen, machen Verzierungen wie Text den Unterschied aus zwischen einem verspielten Erlebnis und einem immersiven. YouVisit hat ein VR-Erlebnis für einen preisgekrönten Koch kreiert, das Nutzer in die Versuchsküche schnuppern lässt und Rezepte und Kochkurse anbietet. Dort können die Besucher auch das passende Kochbuch kaufen. Während des Entstehungsprozesses machte sich YouVisit viele Gedanken über die Wahl der richtigen Schriften. Das Kochbuch beinhaltet Rezepte aus der Toskana, wo der Koch aufwuchs und seinen Beruf erlernte. Die Schrift sollte also den Charakter der Toskana widerspiegeln. Der richtige Text macht das Erlebnis aus. Zusammen gesehen sorgen Schriften, Farben, Stilisierungen, ja sogar die Platzierung im Raum für Empathie. Die Nutzer saugen die Marke auf und damit auch die Gesamtbotschaft, die Sie vermitteln wollen.

  4. 4.

    Schaffen Sie ein zielgerichtetes Erlebnis.

    Wenn sie zielgerichtet ist, wird Ihre VR-Maßnahme erfolgreich sein. Wenn Verbraucher VR für etwas nutzen können, zum Beispiel zum alltäglichen Shoppen, dann wird aus Virtual Reality eher ein Must-have als ein Nice-to-have. Bestes Beispiel hierfür, unglaublich aufregend und außergewöhnlich cool ist das Swarovski- und MasterCard-Erlebnis. Als erste VR-Aktion dieser Art ermöglicht sie die Bezahlung direkt im Erlebnis. Es funktioniert einwandfrei und wird ein Beispiel dafür sein, wie der Einzelhandel in Zukunft mit VR arbeiten wird. Möchten Sie die User zu einem solchen Engagement in Ihrem Erlebnis bringen? Dann binden Sie Text als 2D-Pop-up mit Button oder CTA ein und ermutigen Sie die Nutzer, zu interagieren.

  5. 5.

    Erfassen Sie Verhaltensdaten.

    Sobald Sie ein gebrandetes VR-Erlebnis kreiert haben, in dem Ihre Kunden interagieren können, haben Sie ein Umfeld geschaffen, das gleichzeitig Fokusgruppe und Forschungsumgebung ist. Sie bieten den Verbrauchern nicht nur die Möglichkeit, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu testen. Sie können auch erfassen, was Ihre Kunden im VR-Erlebnis so alles tun. Einzelhandelsmarken wie Ikea und Wayfair haben Apps entwickelt, über die Kunden ausprobieren können, wie sich die Produkte in ihrem Alltag machen würden. Der Mehrwert geht jedoch in beide Richtungen. Durch das Monitoring und die Analyse der Kundenhandlungen im virtuellen Raum werden Sie verstehen, was Präferenzen und unbefriedigte Bedürfnisse der Menschen sind, was sie kaufen und was nicht.

Und was kommt danach?

Der Markt für VR-Brillen wird aufgrund der großen Unternehmen wie Adobe, Facebook, Google, HTC, PlayStation und Samsung wachsen. In Zukunft wird der Großteil der Nutzer damit Virtual Reality erleben. Erfolg werden die Marken haben, die VR für ihr Storytelling nutzen und so eine emotionale Bindung zu Verbrauchern aufbauen, gleichzeitig aber auch einen Schritt weitergehen und einfache Möglichkeiten finden, Verbraucher in Kunden zu verwandeln.

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