Das nächste Level: „Seamless Experiences” zwischen Marke und Fahrzeug

Das HMI im Fahrzeug ist die strategisch wichtigste Schnittstelle in der User Experience, sowohl für das Produkt­ als auch das Markenerlebnis. Type bringt beide Welten zusammen. In dieser Blogserie gehen wir den Anwendungsmöglichkeiten von Type in HMI, FPK und Center Display auf den Grund – und erläutern, wie Monotype helfen kann.

„Stempel drauf“: Als die Welt noch einfach war

Eine eigene, individuelle Hausschrift ist neben Logo, Farbsystem und Bildsprache fester Bestandteil eines Branding-­ bzw. Corporate-Design-Baukastens. Viele Corporate-Design­-Systeme stammen aus den 1990er Jahren, einer anderen Zeit, als die Unternehmen der „Deutschland AG“ sich anschickten, sich für den globalen Markt zu rüsten: Deutsche Bahn, Volkswagen, Telekom. Ganz klar standen damals Wiedererkennbarkeit und Kennzeichnung im Vordergrund; Branding diente vor allem dazu, den Absender klarzumachen und weltweit Konsistenz und gleichbleibende Qualität im Außenauftritt herzustellen. Das löste man landläufig damals, indem man den Produkten, Gebäuden und Kommunikationsmitteln einen Stempel aufdrückte: das Logo auf der Kühlerhaube, das Logo auf der Fassade des Händlers, das Logo auf der Geschäftsausstattung, das Logo auf der Verkaufsliteratur oder auch groß, hinterleuchtet und telegen auf dem Messestand. Es war eben eine Zeit, in der die Dinge noch nicht miteinander vernetzt waren, sondern die Welt aus Einzelobjekten bestand, die man dadurch unter Kontrolle bekam, dass man sie „brandete“. Andere Bestandteile des Corporate Designs, wie zum Beispiel die Hausschrift, standen in dieser Zeit immer im Schatten des großen Bruders – des Logos.

Neue digitale Schnittstellen der Marke

Irgendwann kam das Internet dazu. Anfangs ordneten die Marketeers es in ihre Logik der Kommunikationsmittel ein. Jedoch erwies sich das Internet schnell als nicht so einfach in eine Schublade zu stecken – denn es hatte die Fähigkeit, Objekte miteinander zu vernetzen. Seit dem Launch des iPhones 2007 und des App-Stores ein Jahr später befand sich auf einmal ein neuer Touchpoint in jedermanns Hosentasche – eine gewaltige Chance für Marken, die die Begegnung zwischen Mensch und Marke fortan auf den Screen verlagerte. In der Automobilindustrie öffnete sich etwa zur gleichen Zeit ebenfalls ein Fenster, noch dazu im „Allerheiligsten“: im Fahrzeug selbst, als die ersten komplett digitalen FPKs im Fahrzeug Einzug hielten.

Das Problem der Seamless Experiences

Eine Revolution, deren Auswirkungen bis heute zu sehen sind: Zwischen klassischen Touchpoints und digitalen Touchpoints wie Apps oder Fahrzeug ­Interface kommt es innerhalb ein und derselben Markenwelt zu Inkonsistenzen und Brüchen: Die TV­-Kampagne schickt den User per Hashtag direkt auf Instagram und weiter in den Online­-Fahrzeug-Konfigurator, die Remote­ App macht beim Einsteigen den Handshake mit dem Center Display. Alles ist mit allem vernetzt und die User und Kunden da draußen setzen es als Standard voraus: dass diese Experiences „seamless“ funktionieren. Wenn es irgendwo hakt, wenn Brüche in der Markenwahrnehmung auftauchen, riskiert die Marke, den ungeduldigen Kunden zu verlieren. Die Herausforderung liegt heute darin, durch eine systematische Herangehensweise mehr Konsistenz für die User herzustellen. Eine holistische Sichtweise, um unterschiedlichste Kanäle zu vereinen, ist entscheidend für das Thema Marke – auch und vor allem im HMI.

Reden wir über Ihre Marke und wo Monotype helfen kann:

 

Über die Blogserie „Automotive Type”

Das Thema Marke und Type in HMI, FPK und Center Display kann an ganz spezifischen Stellen optimiert werden. Im nächsten Teil verraten wir, was zu tun ist, „Wenn die Hausschrift nicht zum Font passt”: Welche Möglichkeiten es gibt, die eigene Hausschrift für den Screen fit zu machen und dabei gleichzeitig die Markenkonsistenz zu verbessern.