Neue Haas Unica: Ausdruck der Unternehmenskultur von C&G Partners

Anlässlich seines zehnjährigen Firmenjubiläums, erfand das Designunternehmen C&G Partners nicht nur seine Arbeitsphilosophie neu, sondern fand auch eine neue typografische Ausdrucksform. Auf der Suche nach einem Design, das sein eigenes Interesse am Erzählen von Geschichten widerspiegeln würde, stieß das Studio auf die Neue Haas Unica. C&G Partners war von der Geschichte dieser „verlorenen“ Schrift und seiner einzigartigen Mischung aus Helvetica und Univers fasziniert und machte die Schrift zum Fundament seiner neuen Unternehmensidentität.

„Unica war von Anfang an ein Favorit für uns“, so Mitgründer Jonathan Alger. „Wir sind Typographie-Nerds und die Idee, mithilfe von forensischer Detektivarbeit einen verlorenen Schatz wiederzufinden, zu entstauben und für das moderne Auge aufzubereiten wird, hat uns fasziniert.”

Die Originalschrift Unica wurde 1980 gestaltet und mischte Elemente von Helvetica und Univers. Aufgrund zunehmender digitaler Anforderungen fiel sie jedoch in Ungnade und die Originalentwürfe gingen verloren. Im Jahr 2015 fanden die Monotype-Designer Toshi Omagari und Dan Rhatigan die Entwürfe wieder und nutzten sie, um einer zu wenig verwendeten und unterbewerteten Schrift neues Leben einzuhauchen. Und weil sie schon dabei waren, sorgten sie auch dafür, dass die Unica alle Eigenschaften hat, die sie für digitale Anwendungen benötigt.

Genau diese Geschichte war es, die die Aufmerksamkeit des Unternehmens auf die Neue Haas Unica zog. Hinzu kam, dass es sich bei der Unica um eine ausgewogene Mischung aus zwei Schriften handelt, die viele Kunden von C&G Partners bereits verwenden.

„Wir haben uns alle aus verschiedenen Gründen in die Neue Haas Unica verliebt“, so Alger. „An der Unica mag ich sehr, dass sie viele der Assoziationen hervorruft, die der Einsatz von Helvetica mit sich bringt. Oder von Univers. Oder von Akzidenz“, sagt er.

Die Schrift ist nicht nur ein wichtiger Eckpfeiler des Rebrandings. Sie geht Hand in Hand mit einer neuen Ausrichtung der Firma auf Gestaltung im Kulturbereich mit seinen zahlreichen Formen. Die neue Unternehmensphilosophie erforderte auch eine neue Schrift. Die Derek Italic, die zuvor für das Branding verwendet worden war, wurde nicht mehr ausreichend digital unterstützt.

Die neue Identität sollte eine deutliche Sprache sprechen. Dazu war eine Schrift erforderlich, die zuverlässig in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden konnte, vom Logo über Digital und Print bis hin zum Außeneinsatz und zur Geschäftskommunikation. Doch wichtiger als die Lesbarkeit und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Neue Haas Unica waren Gründe, die noch tiefer reichen.

Bei genauer und reflektierter Betrachtung nimmt man einerseits eine faszinierende Hybridschrift, andererseits das Ergebnis einer Spurensuche wahr.

„Man muss zweimal hinsehen und blickt dann tiefer unter die Oberfläche“, so Alger, der das große und kleine J der Schrift zu seinen bevorzugten Buchstabenformen zählt – wegen ihrer „überraschenden“ Unterlängen. „Der erste Eindruck täuscht.“

„Ich fand, dass sie eine klare Ruhe, etwas Beruhigendes ausstrahlt“, fügt Partnerin Maya Kopytman hinzu. „Es machte mir Spaß, unsere langen Projektvorschläge zu lesen, und ich hoffe, dass unsere Kunden sie jetzt mit einer Zen-ähnlichen Ruhe lesen werden.“

Wir haben nach einer Schrift gesucht, die die Menschen dafür belohnen würde, selbst etwas nachzuforschen, und deren Geschichte sich auch Personen merken können, die keine Tyopgrafie-Nerds sind

„Bei ihr wurden ein paar der Probleme gelöst, die ich mit der Helvetica hatte. Sie verleiht einem Text eine größere Laufweite und eine gleichmäßige Textur. Sie ist authentisch und auch heute noch aktuell.“ Mit der Neuen Haas Unica findet auch der Geist der täglichen Unternehmensarbeit von C&G Partners Ausdruck, denn dort geht es häufig auch um die Beziehung zwischen Tradition und und modernem Design.

Die Projekte von C&G Partners drehen sich oft um Restauration, Renovierung oder Nachbildung. Das Studio arbeitet regelmäßig eng mit Organisationen zusammen, die sicherstellen müssen, dass ihre Geschichte für unsere heutige Gesellschaft weiterhin eine Bedeutung hat – eine klare Verbindung zu der Geschichte der gewählten Schriftart.

„Wir müssen oft den Ausgleich zwischen Alt und Neu finden. Das war ein weiterer Aspekt, der uns an der Neuen Haas Unica ansprach“, sagt Alger. „Bei genauer und reflektierter Betrachtung nimmt man einerseits eine faszinierende Hybridschrift, andererseits das Ergebnis einer Spurensuche wahr.“

Laut Alger führt der Gebrauch der Neuen Haas Unica sogar zu zahlreichen Gesprächen im Büro, wobei auch Teammitglieder, die keine Grafikdesigner sind, sich ermutigt fühlen, über Typografie zu sprechen – ein Beweis für die universelle Reichweite des Designs.

Wir haben nach einer Schrift gesucht, die die Menschen dafür belohnen würde, selbst etwas nachzuforschen, und deren Geschichte sich auch Personen merken können, die keine Tyopgrafie-Nerds sind“, sagt er.