Fashion-Fonts für H&M

H&M benötigte eine individuelle Schriftart, die bei jeder Kommunikation gut aussieht – von großformatigen Grafiken in den Läden bis hin zu kleineren Schriftarten für die Website und saisonale Lookbooks. Monotype und The Studio arbeiteten bei Design und Entwicklung der exklusiven Schriftart HM Amperserif für die Marke zusammen.

Die schwedische Bekleidungsmarke H&M, der zweitgrößte globale Bekleidungskonzern, betreibt mehr als 3.000 Geschäfte in 61 Ländern weltweit. Die markenspezifischen Inhalte reichen von Werbung und Katalogen bis hin zu Verpackung, Folien und Beschilderung. Obwohl H&M bereits mit dem maßgefertigten Sans-Serif-Font HM Ampersand arbeitete, der ebenfalls von Monotype entwickelt wurde, wünschte sich das Unternehmen eine umfassendere typografische Sprache, die in unterschiedlichem Kontext in aller Welt zum Einsatz kommen konnte. Die Marke beauftragte Monotype mit der Entwicklung einer begleitenden Serifen-Schrift als Kontrast und Ergänzung zum bestehenden HM Ampersand-Design.

Diese zweite Schriftart sollte für Autorität und Stil in jeglicher Kommunikation von H&M sorgen – in großformatigen Grafiken in den Geschäften ebenso wie in kleineren saisonalen Lookbooks. Der Monotype Type Designer Toshi Omagari arbeitete bei der Entwicklung der Schrift HM Amperserif eng mit der schwedischen Designagentur The Studio sowie dem Marketing-Team von H&M zusammen. Dieses Design weist eine ähnliche Struktur auf wie die HM Ampersand, erlaubt H&M aber mehr typografische Flexibilität. Die Marke benötigte eine klare, globale visuelle Sprache, musste aber gleichzeitig ihre Identität wahren und ein breites Publikum ansprechen, alles ohne Abstriche bei der Designqualität.

HM Amperserif greift die langjährige Tradition kontrastreicher Serifen-Schriften auf, die in der Modewelt große Beliebtheit erlangten, nachdem sie in den 1950er Jahren von Magazinen wie Vogue und Elle intensiv eingesetzt worden waren. Die Schriftart setzt diese visuelle Tradition fort, nutzt jedoch auffallende, aber dezente Eigenheiten, wie etwa eine sich leicht verjüngende Strichführung für die untere Schleife des kleinen „g“.

HM Amperserif wurde in drei Größen entwickelt. So wurde sichergestellt, dass ihr Charakter auch bei den größten und kleinsten Proportionen gut zur Geltung kommt – sei es auf Plakatwänden oder auf Einkaufstüten. Gemeinsam mit The Studio investierte Monotype auch viel Mühe in die Gestaltung der Zahlen, um diese für Preisangaben sowie wie für Überschriften von Kampagnen zu optimieren, die bei H&M eine wichtige Rolle spielen.

Unter Berücksichtigung der Position von H&M als internationale Marke konzipierte Monotype einen mehrsprachigen Font mit lateinischen, griechischen, kyrillischen, thailändischen und arabischen Zeichen. Das Designteam arbeitete auch bei der Entwicklung von indischen Logos eng zusammen. Expandiert das Unternehmen in neue Märkte und es kommen neue Währungssymbole und Zeichen hinzu, aktualisiert Monotype die Fonts entsprechend.

Mit HM Amperserif hat H&M seine eigene hippe, aber dennoch pragmatische typografische Sprache gefunden, die über einen vollständigen Satz individueller Schriftschnitte verfügt, mit denen Kunden in aller Welt über eine breite Palette von Print- und digitalen Medien angesprochen werden können.