SST: eine Schrift für die Welt

SST ist eine Schriftfamilie, die eine wichtige Herausforderung in Sachen Branding löst: die Universalität. Mit 93 unterstützten Sprachen und sechs Schriftstärken plus Kursiven ist die SST eine globale Super-Schriftfamilie, die die Anforderungen von Unternehmen erfüllt, die auf mehreren Plattformen und in verschiedenen Märkten kommunizieren.

„Sie hat die besondere Eigenschaft, keine besonderen Eigenschaften zu haben“, so Type Director Akira Kobayashi. „Das heißt, sie hat ein dezentes Erscheinungsbild, das zu Produkten und Marken mit einem soliden und sauberen Image passt.“
Kobayashi entwarf die SST zunächst als exklusive Schrift für Sony in Zusammenarbeit mit Hiroshige Fukuhara, Chief Art Director des Sony Creative Center. Der Konzern benötigte ein Design für eine Vielzahl anspruchsvoller Touchpoints, das zudem in allen Zielmärkten funktioniert.

Zusätzlich zu den praktischen Erwägungen musste die Schrift ein weiteres Kriterium erfüllen: Sie sollte zeitlos sein und anstelle von Trends stabilen Design-Prinzipien folgen, die trotz des permanenten Wandels in der digitalen Welt weiterhin Gültigkeit haben.

„Ich glaube, dass jede Schrift ihren Platz auf der Karte der Typografie hat, wenn es so etwas gibt“, sagt Kobayashi. „Eine attraktive Schrift mit einem modischen Design sieht vielleicht in einigen Jahren überholt aus, und eine Schrift mit verzierten Zeichen zieht sofort die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich.“

„Dezent bedeutet nicht gleich weniger ausdrucksstark“, fügt er hinzu. „Die SST sollte mit ihrer Flexibilität die Produkte und Marken selbst sprechen lassen. Eine ideale Schrift für langfristiges Branding ist wie die SST, die keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen will.“

Die Gestaltung eines universell einsetzbaren und zeitlosen Schriftbilds ist keine leichte Aufgabe, doch gerade das hatte Kobayashi sich vorgenommen. Am Anfang stand der Entwurf des Alphabets, den das Art Direction Team von Sony mit dem Ziel erstellte, die Lesbarkeit einer humanistischen Serifenlosen mit der Stabilität einer Neo-Grotesk-Schrift zu verbinden. Der Designer begann mit der Entwicklung der lateinischen Buchstaben, bevor er sich anderen Alphabeten widmete.

Kobayashi trat mit den lokalen Designern von Monotype in Kontakt, um deren Sprachexpertise zu nutzen und sich einen Einblick in Kulturspezifika zu verschaffen. So stellte er sicher, dass die Schrift für jedes Land angepasst war. Zudem konnte so gewährleistet werden, dass einzelne Details wie Schwung und Strichstärke in verschiedenen Sprachen einheitlich sind.

„Stellen Sie sich vor, dass Sie erklären müssen, was Ihr Produkt oder Ihre Marke tut, und der Text muss dabei einen soliden und ordentlichen Eindruck machen“, erklärt Kobayashi. „Sie würden eine angemessene Schrift wie Helvetica oder Avenir auswählen. Aber was ist mit Japanisch, Arabisch oder Thai? Hier kann die SST-Schriftfamilie die richtige Lösung bieten.“
Die Anwendung einer intelligenten optischen Täuschung lässt die Strichstärke bei allen Buchstaben einheitlich erscheinen. Auch die Lesbarkeit wurde erhöht, indem bei kleinen Schriftgrößen viel Platz für Binnenformen und Punzen verwendet wird – eine ideale Lösung für kleine Bildschirme.

Und obwohl die SST eher zurückhaltend aussehen musste, hat Kobayashi ihr einige prägende Eigenschaften verliehen: Die Unterlänge des y ist gerade und nicht geschwungen, um eine zu „weiche“ Schrift zu vermeiden. Dieser Buchstabe wurde mit seinem „sauberen und einfachen“ Aussehen zu der Glyphe, die die Eigenschaften der SST definiert.

Zur Veröffentlichung der Schrift – und um ihre mehrsprachige Expertise zur Schau zu stellen – hat die Londoner Kreativagentur La Familia eine Alternative zu den sonst eher statischen Specimens entwickelt. Das Team versetzte Buchstaben aus den verschiedenen Sprachen der SST in die reale Welt – so erschienen sie auf flackernden Neonschildern, als Seifenblasen oder als Regentropfen, die an einem Zugfenster abperlten.
Man musste viel herumprobieren, um herauszufinden, wie die SST in drei Dimensionen erscheinen würde. Es war aber auch eine Gelegenheit, um zu erforschen, wie sie in einer ungewöhnlichen Umgebung und an Orten wirkt, die ihre sprachübergreifenden Fähigkeiten widerspiegeln.


„Wir wollten Buchstaben in verschiedenen Umgebungen und Zusammenhängen darstellen“, so Pablo Rivera, der Leiter von La Familia. „Wir suchten nach etwas auf der Erde, das Neon ähnlich ist. So entstand die Idee mit den Nordlichtern. Es ging darum, die richtigen Orte und die passenden Aufnahmen für die Schrift zu finden.“

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