Interview mit Tom Rickner and John Hudson

Tom Rickner (links) und John Hudson (rechts) beantworten am Rande der TYPO Labs 2017 gemeinsam Fragen über Trends bei Font-Formaten, -Technologie und Schriften, die sie mit auf eine einsame Insel nehmen würden. Beide blicken auf eine Jahrzehnte währende Karriere im Design und der Produktion digitalisierter Schriften zurück.

Auch wenn die Technik unter der Font-Motorhaube für den Einsatz von Schriften auf der steil ansteigenden Anzahl der Ausgabe-Medien immer wichtiger werden, auf TYPO-Konferenzen führen Talks über Font-Technik oft eine schattenhafte Existenz. Nachdem die von Linotype organisierte TypoTechnica nach 2007 eingestellt wurde, fehlte der Fonttechnik-Szene ihr Labor. Das TYPO-Team hat sich entschlossen, diese Lücke zu schließen.

Zwei, die Design und Entwicklung von Fonts seit langer Zeit beeinflussen teilen Ihre Experten-Einschätztung: In den 1990er Jahren schuf er einige der ersten Multiple-Master-Schriften und TrueType-GX-Variation-Fonts: Tom Rickner, Studio Director bei Monotype. Schriftenlösungen für mehrsprachiges Publishing entwickelt John Hudson. Als Mitbegründer von Tiro Typeworks Ltd., einer digitalen Foundry, spezialisiert er sich auf maßgeschneiderte Latin- / Non-Latin-Schriftsippen für Kunden wie Adobe und Microsoft.

Variable Fonts is clearly the big excitement here — John Hudson

Die ersten TYPO Labs widmete sich den neuen Entwicklungen bei der Erstellung von Schriften, Techniken, Lösungen und dem Vergleich von Standards. Die zweite TYPO Labs-Konferenz war ausverkauft und ging vor fast 300 Publishern und Entwicklern aus der ganzen Welt den großen Trends bei der Programmierung von Fonts nach.

Not everything needs to become a variable font — Tom Rickner

Vom 12.-14. April 2018 finden unter dem Motto »How far can we go?« die dritten TYPO Labs statt. Mit keinem geringeren Ziel als alle Facetten der Font-Entwicklungen abzudecken: OpenType Variation, CJK-Deployment und Type challenges im Bereich VR und AR …

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